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Aus Gründen der Sicherheit: Freie Turner Braunschweig ziehen fürs Pokalspiel ins Eintracht-Stadion um – VfB Oldenburg zeigt Partie auf seiner Homepage
 

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Braunschweig :: 17.04.2014

Aus Gründen der Sicherheit: Freie Turner Braunschweig ziehen fürs Pokalspiel ins Eintracht-Stadion um – VfB Oldenburg zeigt Partie auf seiner Homepage

Am Samstag kommen die Bayern. Das Gastspiel des Deutschen Meisters an der Hamburger Straße in Braunschweig wird sich Frank-Michael Diersing (Bild) wie immer von der Haupttribüne aus anschauen. Seit Beginn der Saison ist der 49-jährige Unternehmer, der von Kindesbeinen an Eintracht-Fan ist, Besitzer einer Dauerkarte. Doch seine Gedanken dürften sich an diesem Tag nicht nur um die Frage drehen, ob die »Löwen« mit einem Heimsieg über die zuletzt in der Liga alles andere als übermächtigen Münchener weiter Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen dürfen. Denn keine 48 Stunden später, am Ostermontag, findet an exakt gleicher Stätte das Halbfinale im Krombacher Niedersachsenpokal zwischen der Freien Turnerschaft Braunschweig und dem VfB Oldenburg statt (15 Uhr). Mit Frank-Michael Diersing, bei dem schon im Vorfeld die wesentlichen Fäden als Cheforganisator zusammenliefen.

Das Duell zwischen dem aktuell Zweiten der Oberliga Niedersachsen, wo Diersing Sportlicher Leiter ist, und dem Vierten der Regionalliga Nord sollte ursprünglich im Freie Turner-Stadion an der Herzogin-Elisabeth-Straße stattfinden. Nach einem Ortstermin mit Vertretern der Polizei und der Sicherheitskommission des Niedersächsischen Fußballverbandes musste dieser Plan jedoch verworfen werden. »Der Polizei liegen Erkenntnisse vor, dass sogenannte Fans aus Oldenburg dieses Spiel zum Anlass nehmen wollen, um sich mit Gleichgesinnten aus Braunschweig zu treffen. Bei diesen Personen handelt es sich um Fans der Kategorien B und C«, erklärt Diersing. Anhänger der Kategorie B werden von den Behörden als »gewaltbereit« oder »gewaltgeneigt« eingestuft, Fans der Kategorie C sind in der Polizeisprache »gewaltsuchend«. Diersing: »Unser Stadion liegt an einem städtischen Naherholungsgebiet und wird gerade an Feiertagen von vielen Familien mit kleinen Kindern genutzt. Da es zudem extrem nah am Bahnhof liegt und der Weg dorthin durch ein reines Wohngebiet führt, hätten wir uns niemals gegen die Empfehlungen der Polizei gestemmt.«

Das »Nein« zum Turner-Stadion fiel Mitte März und warf die Frage auf, wohin der Verein ausweicht. Ernsthaft diskutiert wurde ein Umzug nach Wolfsburg ins VfL-Stadion am Elsterweg oder nach Gifhorn aber nie. Denn von Anfang an stand für die Verantwortlichen um Frank-Michael Diersing fest: »Als Braunschweiger spielen wir in Braunschweig.« Da zu diesem Zeitpunkt aber schon Vorbestellungen für 2.500 Tickets vorlagen, schied die Rheingoldarena, in der die Regionalligamannschaft der Eintracht spielt, mit ihrem Fassungsvermögen von 2.000 Zuschauern aus. So blieb nur die große Lösung: Das Stadion an der Hamburger Straße, die Pilgerstätte schlechthin in der Löwenstadt, zu der Frank-Michael Diersing schon mitgenommen wurde, kaum dass er laufen konnte (»Ich war bei meinem Vater Schoßsitzer«).

Etwaige Zweifel, sich an dieser Aufgabe zu verheben, zerstreute gleich zu Beginn BTSV-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt. »Er hat gesagt: Macht euch keine Gedanken, das kriegen wir schon hin. Damit ist uns ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen«, berichtet Diersing. Denn der Umzug von der Herzogin-Elisabeth- an die Hamburger Straße ist mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Für die Stadionmiete, für den Ordnerdienst. Wären im Freie Turner-Stadion etwa 15 Ordner ausreichend gewesen, werden jetzt bis zu 100 im Einsatz sein. Diersing: »Hierfür kalkulieren wir mit 6.000 Euro.« Einen großen Posten verschlingt auch die Säuberung des Stadions. Normalerweise wäre diese nach dem Bayern-Spiel am Dienstag erfolgt, jetzt muss der Reinigungsdienst – auf Kosten der Freien Turner natürlich – am Ostersonntag ran. Deshalb hofft Frank-Michael Diersing auf das Interesse des Publikums. »Um finanziell einen plus minus Null-Abschluss zu erzielen, benötigen wir zwischen 4.000 und 4.500 Zuschauer«, sagt der erfolgreiche Geschäftsmann, der gemeinsam mit seinem Bruder Marcus in vierter Generation ein Braunschweiger Traditionsunternehmen führt.

Insgesamt gingen 6.000 Karten für die Haupttribüne, Block 5 und 6 der Südkurve und die Gästeblöcke 18 und 19 in Druck. Geschlossen bleiben am Spieltag die Nordkurve und die Gegengerade. Angesichts der starken Nachfrage bei den Vorbestellungen und dem für die Stadt Braunschweig so typischen Zusammengehörigkeitsgefühl (»Auch Fangruppen der Eintracht werden uns unterstützen) ist von einer stattlichen Kulisse auszugehen. Für eine Mannschaft, die in der Oberliga Niedersachsen vor gut 180 Zuschauern im Schnitt spielt, ein einzigartiges Ambiente.

Sportlich ist bei den Freien Turnern, die aufgrund ihrer seltenen Vereinsfarbe (Braun-Weiß) ihre Trikots extra anfertigen lassen müssen, alles in Lot. Zusammen mit dem punktgleichen Lüneburger SK Hansa dominieren sie die Liga und weisen nach 25 von 30 Spieltagen zwölf Zähler Vorsprung auf Platz drei auf. Dementsprechend selbstbewusst geht die Truppe aus dem Prinzenpark in das Duell mit den klassenhöheren Oldenburgern. Frank-Michael Diersing: »Wir brauchen uns in keinster Weise zu verstecken. Es ist ein Pokalspiel, also stehen die Chancen fifty-fifty.«

Übrigens: In Abstimmung mit den Freien Turnern bietet Regionalligist Oldenburg seinen Fans einen besonderen Service. Für 2,99 Euro können sie die Partie via Livestream auf der VfB-Homepage verfolgen.


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